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Michael Jordan – White land II

zur Eröffnung der Ausstellung in der Galerie Hirtengasse, Nürnberg
von Dr. Stephanie Waldow

White land – das ist die Suche nach dem weißen, unbeschriebenen Blatt, ein gleichermaßen utopischer und atopischer Ort. Ein weißer Spot auf der Landkarte, den es aufzusuchen gilt und der doch nie zu erreichen ist.
White land – welche Auswirkungen hat dieser Nicht-Ort für die Wahrnehmung, das eigene Arbeiten, die Kunst? Vielleicht jene: Die Einsicht in die Unmöglichkeit, diesen Ort dingfest machen zu können und zugleich die unermüdliche Annäherung an denselben. Mehr noch: Die Einsicht, das noch nie Dagewesene nur in der Begegnung mit anderen künstlerischen Perspektiven, in der Begegnung mit dem Anderen als dem absolut Anderen zu erahnen.

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Epiphanien Juni 2008

Eine Serie von Blaudrucken
von Dr. Stephanie Waldow

Die Techniken, die der Künstler Michael Jordan verwendet, sind so vielfältig wie seine Motive und Bildkompositionen selbst. Neben Zeichnungen (Aquarell, Feder, Bleistift) beschäftigt sich Jordan vor allem auch mit verschiedensten Techniken der Druckgrafik (Radierung, Siebdruck etc.); hier insbesondere mit der Cyanotypie. Er greift die teils sehr alten Verfahrensweisen auf und führt sie experimentell weiter. ...

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aus: http://www.schauinsblau.de Zeitschrift des interdisziplinären Zentrums für
Literatur und Kultur der Gegenwart, Nr.1 Phänomene der Gegenwart - Gegenwart als Phänomen

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BUTZ & SCHOPENHAUER

Die Konzeption eines Comic-Strips
von Georg Klein und Michael Jordan


1. PHYSIOGNOMIE, STIL UND GEFÜHL

Es waren zugleich die Person und das Werk Arthur Schopenhauers, die uns dazu angeregt haben, ihn zum Protagonisten eines Comic-Strips zu machen. An der Person faszinierte uns zunächst die unverwechselbare Physiognomie, wie sie die Fotografien aus den letzten Lebensjahrzehnten des Philosophen zeigen.

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Schund mit Hund
von Thomas Wolkinger

Das gerade erschienene Heft 9 "Jack, Mom und die anderen" ist ein weiterer
Schritt, der konsequenteste bisher, in dieser langjährigen Recherche, in der
Strobl und Kaplan zeichnerische Positionen von Künstlern aus ihrem sich
bedächtig, aber ständig weitenden Umfeld mit eigenen Arbeiten zu eigenwilligen
narrativen Bögen verarbeiten. Entstanden ist daraus ein präzise gearbeitetes
und wunderschön gedrucktes Heft. Mehr als eine bloße Anthologie, sondern ein
Comic, das vielschichtige Lesarten anbietet, die über die Einzelpositionen der
beteiligten Zeichner hinausgehen. So ist der derzeit in Stockholm lebende
Künstler Michael Jordan nicht nur mit einer düster-ironischen Geschichte im
Heft vertreten, die den Jobsuchenden Reinhold Schund und seinen dreibeinigen
Hund Ahab in ein unterirdisches High-Tech-Konzernlabor führt. Sondern auch mit
einer Auswahl seiner Cyanotypien - eine Vervielfältigungstechnik aus dem
18. Jahrhundert -, die im Heft um die mythischen und aus dem
Zeichenvorrat des Films wie des Unterbewussten schöpfenden
Zeichnungen des in Korneuburg lebenden Künstlers und Lehrers
Norbert Gmeindl montiert sind. Diese Spannung färbt wiederum auf die folgenden
Arbeiten ab: auf Clemens Stechers "Scharade" etwa, eine genau vor vier Jahren
begonnene und mit diesem Heft abgeschlossene assoziative, so bunte wie böse
Bildfolge zu George Bushs Irak-Rede, zwei Tage vor Invasionsbeginn. Edda
Strobl selbst steuert zwei luftige, autobiografische "Alltagscomics" bei,
Helmut Kaplan unter anderem eine "Inside Dog" betitelte Folge von Zeichnungen
und Fragmenten, die Einblick in Kaplans souverän- verstörenden Kosmos aus
Sound, Licht und Schatten gewährt und außerdem als "Schlüsseltext" des ganzen
Heftes gelesen werden kann. Insgesamt nicht nur ein Lese-, sondern ein
wirklich großes Lesenlernabenteuer.

aus: Falter 16/07, http://www.falter.at)

 

 

 

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